Jahrgang 2004

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Wetter - Interview - Einladung

Liebe Flugsportfreunde,

die Vorhersagemodelle für die kommenden Tage sind gut. Zwischen zwei
dominierenden Hochdruckgebieten gibt es eine schwache Konvergenzlinie, die wahrscheinlich am Samstag unser Gebiet überqueren wird. Damit dreht der Wind von Südost nach West.

Frische Luft, geringer Niederschlag, Hochdruckrandlage mit ordentlicher
Sonneneinstrahlung und Kaltluftadvektion bedeuten, dass jahreszeitlich typisch die Thermik am Wochenende, insbesondere am Sonntag außergewöhnlich gut werden kann. Am Samstag fliegt man in Reichenhausen, Hammelburg, und natürlich auf der Kuppe. Auch im Sauerland und an der Mosel sollte es bei bedecktem Himmel zeitweise zum Soaring gehen.

Der Sonntag ist der bessere Tag. Thermisch geht es mit Quellwolkenentwicklung möglicherweise bis auf über 2000m! Nach den Vorhersagen bleibt auch in der kommenen Woche das Wetter attraktiv. Wenig Wind, Sonne, Quellwolken...


Einladung:

Unser Flugschulgründer Uli Kroll wird 60 Jahre alt. Der Drachenflugpionier
gründete 1975 mit Papillon eine der ersten Flugschulen in Deutschland. Er
entdeckte auf seinen Reisen Bassano oder Algodolnales, warGründungsmitglied des DHV (Nr. 7), erbaute einst seine eigenen Drachen und beflog auch mit dem Gleitschirm schon Mitte der 80er als Erster einige Gebiete!

Nun feiert er! Und alle, die ihn kennen, sind eingeladen, mit ihm zu feiern! Am
Dienstag Abend (6. April) spielt die bekannte Band Rollsplitt auf. Es gibt Freibier und -buffett für alle Gäste. Los geht´s nach Feierabend um 18.00 Uhr im Hotel Deutscher Flieger auf der Wasserkuppe. Wir freuen uns, mit ihm
gemeinsam diesen Tag zu erleben.


In der Frühjahrsthermik:

  • Mit wenig Erfahrung sollte man in dieser Jahreszeit nur mit professionellen Begleitern auf Tour gehen. In Japan (dort ist der Flugsport so populär wie sonst nirgends in der Welt) wird fast ausschließlich mit Flugguide geflogen und gereist.
  • Früh morgens schon mal einen Abflug machen.
  • Keine zu harte Thermik fliegen.
  • Ggf. erst am späten Nachmittag fliegen.
  • Eine Woche Training auf der Alpensüdseite.

 

Das Wochenende in der Rhön
Höhenflugbetreuung
Am Samstag bieten wir Höhenflugbetreuung an, Treffpunkt um 7:00 Uhr an der Flugschule!


Traumwetter in der Karwoche: - und wir haben noch einige Plätze frei!
UD03, 3. - 10. und UD04, 11.-18. April
Frühlingsfliegen in den Dolomiten über Ostern
Die ergiebige Frühjahrs-Thermik auf der Alpensüdseite macht die beiden Oster- Urlaubswochen ab dem 3. April besonders attraktiv! Die Empfehlung für alle Genuss- Piloten (Ab A-Lizenz), die auch mal "hoch hinaus" wollen! Inklusiv Übernachtung, Frühstück, 3-Gänge-Halbpension, Briefings, Bergfahrten, Funkbetreuung.
UD03: Noch Restplätze frei
UD04: Noch Plätze frei!
Infos & Anmeldung: hier


D03, 3. - 10. und D04, 11.-18. April

Dolomiten-Höhenflugschulung mit Abschluss A-Lizenz
Kombikursler, die ihre Ausbildung zur A-Lizenz abschließen möchten, können
dies in einer dieser Wochen tun. Inklusiv Übernachtung, Frühstück,
3-Gänge-Halb- Pension, Briefings, Bergfahrten, Funk- und Videobetreuung.
D03: Noch Restplätze frei
D04: Noch Plätze frei!
Infos & Anmeldung:hier


B03, 3. - 10. und B04, 11.-18. April
Thermik- und Streckenflugseminar mit Abschluss B-Lizenz
Streckenfliegen ist in! Und darum erlernt man In diesen Kursen die Taktik des
erfolgreichen Streckenfliegens, von der Planung über die Wetterbeurteilung bis hin zum Finden und Nutzen der Thermik. Mit im Programm: Die B-Lizenz-
Theorie- Ausbildung, Briefings, Bergauffahrten, Funkbetreuung, Übernachtung, Frühstück, 3-Gänge-Halbpension.
B03: Noch Restplätze frei
B04: Noch Plätze frei!
Infos & Anmeldung: hier


S/G/K08, 3. - 10. April
Fliegen lernen in der Rhön
Am kommenden Samstag treffen sich die Neu-Einsteiger um 9.00 Uhr in der
Flugschule auf der Wasserkuppe. Derzeit gibt´s noch Plätze für Kurzentschlossene im Grund- und Kombikurs G/K08! Freie Schnupperkurs-Plätze gibt´s wieder ab S09, 10./11. April.
G/K08: Noch Plätze frei!
Infos und Anmeldung: hier


Freitag, 2. April
DHV-Theorieprüfung in der Rhön
Treffpunkt zur A-/B-/Tandem-/Gleitschirm-/Drachen- Theorie-Prüfung ist um 17:00 Uhr an der Flugschule!


Portrait - diesmal: Interview von UP mit
Torsten Siegel, UP Konstrukteur und Wettkampfpilot
Dieses Mal stellen wir in unserem Portrait Torsten Siegel vor. Torsten ist seit über 7 Jahren bei UP, fliegt sehr erfolgreich im internationalen Wettkampfzirkus mit und konstruiert zusammen mit Stephan Stieglair unsere gesamte Schirmpalette. Er stammt aus Fulda an der Wasserkuppe und ist auch ein Klassenkamerad von Fluglehrer Andreas Schubert gewesen.

UP: Torsten, die letzten Jahre waren für Dich extrem erfolgreich, sowohl in Bezug auf den PWC, als auch in auf die Konstruktion der Schirme. Kannst Du uns ein wenig in die Gründe dafür einweihen?

Torsten: Erfolg zu haben ist eine großartige Sache, aber wenn ich alles darüber wüsste, wie man ihn immer erreicht, wäre ich heute sicher Multimillionär! Wie auch immer, die beiden Dinge sind stark miteinander verbunden, da es viel einfacher ist, im Wettkampf erfolgreich zu sein, wenn einer das bestmögliche Material hat – nicht nur weil es eine bessere Leistung hat, sondern weil es dem Piloten Vertrauen gibt. Und Gleitschirm Wettbewerbe haben viel mit Vertrauen zu tun. Einen guten Schirm zu bauen gibt auch einen guten Sinn für das Erreichbare, was dann wiederum auf das Selbstvertrauen abfärbt – wobei wir wieder bei dem Ding mit dem Vertrauen sind!

UP: Ja der Targa – Alex Hofer denkt, das ist der Flügel mit der höchsten Leistung, der zur Zeit verfügbar ist. Wenn ich Dich jetzt als Wettkampfpilot, nicht als Konstrukteur um Deine Meinung zu dem Flügel fragte, was würdest antworten?

Torsten: Die Wettkämpfe sind in vielfacher Hinsicht das perfekte Umfeld, um einen Gleitschirm zu testen, da wir immer wieder gegen all die anderen Flügel fliegen und gleiten – in allen Konditionen. Einige meiner Schlussfolgerungen sind klar: Im Steigen und Thermikfliegen gibt es keinen Zweifel, da ist der Targa überragend. Beim Gleiten ist es schon viel schwieriger, etwas abschließendes zu sagen, da das individuelle Piloten Setup einen enormen Einfluss hat und manche Piloten aufgrund eines besseren Pitch-Managements besser gleiten. Alles was ich sagen kann, ist, dass wir auf jeden Fall mit der Konkurrenz mithalten.

Ein Leistungspunkt, der nicht gemessen werden kann, der aber möglicherweise der wichtigste Punkt ist, ist das allgemeine Verhalten des Flügels und das Verhalten in extremen Situationen. Alex Hofer rief mich
einmal an, um mir zu sagen, dass er dachte, ich müsse ein Tragegurtsystem bauen, das sogar noch mehr Höchstgeschwindigkeit ermöglicht, da mit dem momentanen Tragegurt Setup Klapper sogar mit über 60 km/h nicht zu dramatisch sind…

Das ist etwas, was wirklich Vertrauen schenkt und dem Piloten erlaubt, alles aus seinem Flügel heraus zu holen: Zu wissen, dass im Verhältnis zu seiner Leistung der Flügel Dich nicht zu sehr überraschen wird.

UP: Ohne zu viele Geheimnisse zu verraten, was macht einer, um einen Schirm zu bauen, der einfach besser geht? (Das ist tatsächlich eine wirklich interessante Frage, also sag nicht, dass es einfach Glück war;-))

Torsten: Ich denke unser Hauptvorteil liegt darin, dass Stephan und ich die Schirme bauen UND sie im World Cup usw. fliegen. Das bedeutet, dass wir uns nicht so sehr auf das Feedback anderer verlassen müssen. Jedes Mal, wenn wir etwas ändern, wissen wir genau, was wir geändert haben und können sofort sehen und spüren, was der Unterschied ist. Unsere Herangehensweise ist auch sehr systematisch, indem wir immer nur ein Ding ändern, es testen und dann das nächste Ding ändern. Nur so können wir
sicher sein, was was in der Entwicklung verursacht. So hat z.B. Stephan den Gambit C gebaut und wir wussten, wir waren auf dem richtigen Weg. Was ich dann getan habe, war, jeden Aspekt durch zu gehen, bis wir den Targa hatten wie er jetzt verkauft wird – Schritt für Schritt.

UP: Aha. Sind das dann Dinge, die in der täglichen Arbeit benutzt werden können, um Schirme für normale Piloten zu entwickeln.

Torsten: Klar! Die meisten unserer Verbesserungen werden zuerst in Wettkampfprototypen ausprobiert und dann – wenn sie ihren Wert beweisen – in alle anderen Konstruktionen eingebaut. Wenn wir nicht
die Laborbedingungen hätten, die die Prototypen bieten, dann würde der Fortschritt in all den anderen Klassen viel langsamer vorwärts gehen!

UP: OK. Jetzt noch mal zurück zu Dir: Ich weiß, dass Du Dich wieder beim PWC für dieses Jahr angemeldet hast. Können wir davon ausgehen, dass Du Deine momentane Gangart beibehältst und den Team-Kumpels wie Jean-Marc und Alex Hofer eine Menge Konkurrenz bieten wirst?

Torsten: Na klar! Ich werde diese Saison im vollen Umfang am Wettkampf teilnehmen und erwarte, den ersten Task im PWC Basano zu gewinnen – einfach, weil das höchstwahrscheinlich mein erster Streckenflug in dieser Saison sein wird und nichts mehr motiviert als Hunger! ;-)

UP: Danke Torsten für Deine Zeit!

Der 34-jährige Tosten Siegel lebt in Neukirch in der Nähe des Bodensees.


SEE YOU UP IN THE SKY & AUF DER FREE FLIGHT 2004!!

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